***𝗦𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗯𝗲𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗙𝗿𝗶𝗱𝗼𝗹𝗶𝗻 𝘃𝗼𝗺 𝟭𝟰.𝟱.𝟮𝟬𝟮𝟰 𝗮𝘂𝘀 𝟳𝟮𝟲𝟮𝟮 𝗡ü𝗿𝘁𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻***

Eine Sicherung, die uns ganz schön auf Trab gehalten hat nachdem das Lügengerüst zusammenfiel…aber lest selbst…….

Fridolin entlief der Besitzerin am 3.5.2024 in einem unachtsamen Moment vor der Haustür, so dachten wir.

Und dann kam alles ganz anders.

Die Besitzerin von Fridolin musste sich einer wichtigen OP unterziehen und gab Fridolin, so dachte sie, in verantwortungsvolle Hände.

Aber jetzt doch einfach mal alles von Anfang an.

Wir sahen die Verlustmeldung von Fridolin und boten unsere Hilfe an. Man gab sich in dem Post als vermeintliche Besitzerin aus.

Der Kontakt kam zustande und zunächst nahm alles seinen Lauf.

Wir fuhren nach Nürtingen und richteten am vermeintlichen Sichtungspunkt eine überwachte Futterstelle ein.

Währenddessen wollten wir noch ein paar Eckdaten wissen und dann kam es knüppeldick.

Es stellte sich heraus, dass es gar nicht die Besitzerin war, die sich als Besitzerin ausgab.

Die vermeintliche Pflegestelle hatte Fridolin am Tag zuvor einfach an sie weitergegeben.

Das fanden wir heraus, als sich die vermeintliche Pflegestelle bei uns meldete sich uns gegenüber als Besitzer bei uns ausgab und uns sagte, dass die Posterstellerin nicht die Besitzerin sei.

Könnt ihr noch folgen?

Wir ahnten ziemlich schnell, dass etwas nicht stimmen konnte. Und wir sollten recht behalten.

Wir wollten die Chipnummer von Fridolin haben und dann antwortete man uns, dass er keinen Chip hätte.

Ah, ja klar….als Hund aus dem Ausland, vermittelt über einen Verein, hat der Hund natürlich keinen Chip. So , So….

Auch die Frage nach dem zuständigen Verein blieb ungeklärt. Auch hätte Tasso gesagt, dass es besser sei, keine Tassomeldung zu veröffentlichen und dann wurde es langsam etwas ungemütlich in unserer Whatsapp Gruppe.

Man führte uns doch tatsächlich an der Nase herum.

Wir wussten, dass wir dem armen Fridolin so nicht helfen konnten und zogen uns erstmal zurück.

Wir würden ja sowieso nichts können entgegnete man uns, dann beleidigte man uns und somit brachen wir für den Moment erstmal ab.

Simon fuhr nach Nürtingen und baute die Futterstelle ab.

#Wer uns kennt weiß, dass wir keinen Hund aufgeben.

Wir machten also kurzerhand einen anderen Post und suchten nun den Verein und die richtige Besitzerin.

Gegen 21:30 Uhr klingelte dann erneut unser Telefon und am anderen Ende der Leitung war eine völlig verzweifelte, am Boden zerstörte und weinerliche Besitzerin.

Sie hatte 10 Minuten zuvor von Fridolins Entlaufen erfahren.

Wir versprachen ihr zu helfen und alles Menschenmögliche zu tun Fridolin nach Hause zu holen.

Also fuhr Simon wieder nach Nürtingen und baute die Futterstelle wieder auf.

Wir warteten die Nacht ab und es tat sich leider nichts.

Das auch diese Information der Sichtung eine Fehlinformation war, stellte sich ebenfalls später heraus.

Auch die beschriebene Entlaufsituation war ganz anders.

Wir greifen mal vorweg und schildern wie es tatsächlich war, nachdem wir rückwirkende Sichtungsmeldungen vom Entlauftag bekamen, die sich mit weiteren darauffolgenden Sichtungen aus diesem Gebiet deckten.

Fridolin entlief in der Nähe des E-Centers und hatte zu unser aller entsetzen noch eine Flexileine dran.

Diese Informationen kann man einem natürlich mal vorenthalten.

Am 5.5.2024 meldete sich eine Sichterin und teilte uns mit, dass sie Fridolin am Abend des 4.5.2024 gegen 21:30 Uhr aus dem Wald hat kommen sehen und in Richung Großbettlingen rannte.

Gegen 11 Uhr kam ein weiterer Anruf rein, und zwar hatte man Fridolin just in dem Moment am Rammerthof auf dem Radweg gesehen.

Wir beschlossen in dem Waldstück eine weitere Futterstelle einzurichten und zogen aus allen Richtungen Wurstwasserschleppen.

Die Nacht brach an und wir hofften auf ein Bild von Fridolin.

Auch in dieser Nacht tat sich leider nichts.

Am 6.5.2024 meldete sich eine weitere Sichterin und teilte uns mit, dass sie Fridolin am Abend zuvor gegen 20 Uhr auf den Streuobstwiesen in Nürtingen gesehen hätte.

Auch dort richteten wir im Umkreis mehrere Futterstellen ein.

Parallel machten wir einen Flyeraufruf. Wir benötigten dringend zeitnahe Sichtungen.

Wenn er innerhalb kürzester Zeit von A nach Z wandert und dann von X nach M, mussten wir ihm einfach einen Schritt voraus sein.

Da die Besitzerin gesundheitlich angeschlagen war und es unmöglich war, das alles allein zu schaffen, griffen wir ihr unter die Arme und druckten ebenfalls ein paar Flyer aus und hingen diese auf.

Auch die vielen Fylerhelfer waren sehr fleißig und flyerten die Umgebung ab.

Es gab weiterhin kein Lebenszeichen von Fridolin und dann erfuhren wir auch warum.

Man versuchte ihn bei einer Sichtungsmeldung mit mehreren Menschen einzufangen, und zwar so, dass er völlig verstört, erschöpft und kopflos auf der Straße lief und dann versuchte über eine Mauer zu flüchten.

Schöner Mist dachten wir und hatten nun die Erklärung dafür, dass man ihn nicht mehr sichtete.

Am 10.5.2024 kam dann in den frühen Morgenstunden der erlösende Anruf aus Grafenberg.

Die Sichterin war sich sicher, dass sie Fridolin am frühen Morgen auf ihrer Gassistrecke an einem Reitstall entdeckt hatte.

Was waren wir erleichtert.

Da wir nicht wussten, ob wir ihn dort an eine Futterstelle bekommen würden, druckten wir weitere 300 Flyer aus, fuhren direkt nach Grafenberg und flyerten alle Ortschaften rund um Grafenberg ab.

Um 18 Uhr klingelte dann wieder das Telefon.

Am anderen Ende der Leitung erzählte uns eine Sichterin, dass Fridolin bei ihnen am Hof in die Wiese gerannt sei.

Sofort machten wir uns ein weiteres Mal auf den Weg nach Grafenberg.

Vor Ort angekommen schauten wir uns die Umgebung an und versuchten Fridolin mit mehreren Futterstellen dort einzukesseln.

Zuerst setzten wir die Futterstelle direkt am Hof und dann auf der ganz anderen Seite am Eingang des Waldes und eine weitere an einem Weiher.

Schnell noch Wurstwasserspuren gezogen und dann fuhren wir heim.

Und dann bekamen wir endlich in der Nacht auf den 11.5.2024 die erlösenden Fotos von Fridolin von der Futterstelle am Wald.

Wir waren soooooo erleichtert.

Am 11.5.2024 machten wir uns dann mit unserem Fangzwinger auf nach Grafenberg.

Warum wir den Zwinger dabei hatten?

Wir hatten ein paar Tage zuvor erfahren, dass Fridolin bei seiner Ankunft in Deutschland in der Nähe von Bruchsal im Jahre 2019 mit einer Falle an der Autobahn gesichert worden war.

Wir wollten kein Risiko eingehen und entschieden uns deshalb für den Zwinger.

Parallel kontaktieren wir noch Caro und baten sie in der kommenden Nacht um Hilfe.

Wenn der Zwinger zuschnappt, dann sollte jemand so schnell wie möglich am Zwinger sein.

Caro wohnt ca. 3 Minuten vom Zwinger entfernt und sagte uns ihre Hilfe zu, falls Fridolin in der kommenden Nacht gesichert werden würde.

Wir bestückten ihn mit sämtlichen Leckereien und fuhren voller Hoffnung heim.

Die Kameras blieben in dieser Nacht komplett still.

Dies beunruhigte uns zunächst erstmal nicht. Es kommt öfter vor, dass sich die Hunde in der ersten Nacht nicht blicken lassen.

Am 12.5.2024 meldete sich dann ein Wanderer und teilte uns mit, dass er Fridolin in den frühen Morgenstunden im angrenzenden Wald zum Zwinger gesehen hatte.

Na also, dachten wir, dann wird der Zwinger wohl die kommende Nacht zuschnappen.

Diesen Plan haben wir in der Tat ohne Fridolin gemacht.

Auch in dieser Nacht ließ er sich nicht blicken.

Wir verstanden einfach nicht warum.

Hatte er sich nur den Bauch vollgeschlagen, um dann weiterziehen zu können?

War er in der Nähe des Zwingers und drehte bei dessen Anblick ab?

Wurde er versucht einzufangen und kam deshalb nicht zurück?

Quälende Fragen die uns durch den Kopf schossen.

Und plötzlich schickte unser Teamkollege Simon ein Foto von einer Futterstelle aus Metzingen am Stadion, welche er für die entlaufene Hündin Greta eingerichtet hatte.

Wir trauten unseren Augen kaum und waren erstmal völlig sprachlos.

Auf dem Bild sahen wir Fridolin.

Wir konnten das gar nicht glauben.

Was zum Henker machte er da? Und dann noch am Entlaufort von Greta.

Es war tatsächlich total unheimlich, dass Fridolin knapp 6 Kilometer vom Zwinger entfernt, genau an dieser Futterstelle auftauchte.

Waaaaahnsinn!!!!

Nachdem wir mit Lisa von Hund entlaufen Baden-Württemberg, die Fridolin im Jahre 2019 gesichert hatte nochmal Rücksprache hielten, da ja noch immer das Fallenproblem im Raum stand, entschieden wir uns, die Lebendfalle am Abend des 13.5.2024 in Metzingen nun doch zu stellen.

Gespannt und angespannt fuhren wir an diesem Abend nach Hause.

Daheim war kein zur Ruhe kommen, wir waren alle aufgeregt und hofften und drückten alle die Daumen, dass Fridolin an der Lebendfalle auftauchen würde.

Um 23:30 Uhr schlugen dann die Cams an der Lebendfalle Alarm.

Raus aus den Federn, schnell die App gestartet und dann die große Erleichterung.

Fridolin schaute sich die Falle ein paar Mal genauer an und dann ging alles total schnell.

Ohne zu zögern folgte er der Futterspur und dann schnappte die Falle endlich zu.

Wie schön war das denn bitte???

Schnell in die Hosen geschlüpft und dann ging es sofort nach Metzingen.

Vor Ort angekommen trafen wir auf ein kleines und wirklich total erschöpftes „Häufchen Elend“

Fridolin saß ganz hinten in der Falle und ihm fielen immer wieder die Augen zu.

Behutsam zogen wir ihm die Retrieverleine über den Kopf und sicherten ihn an Ort und Stelle.

Wir wollten ihm diese Fahrt im Hänger einfach nur ersparen.

Fridolin hatte seinen Ausflug endlich überstanden und hatte wohl 10000000 Schutzengel an seiner Seite.

Wir möchten an dieser Stelle Danke sagen.

Von Herzen Danke an dich liebe Anja für das Vertrauen in uns und unsere Arbeit. Auch wenn das für dich tatsächlich eine verdammt harte Zeit war, so hast auch du nicht aufgegeben.🧡🧡

Von Herzen Danke an alle wunderbaren Flyerhelfer.🧡🧡

Von Herzen Danke an alle besonnen Sichter.🧡🧡

Von Herzen Danke an dich liebe Caro.🧡🧡

Von Herzen Danke an den Pächter und Eigentümer des Grundstücks des Weihers.🧡🧡

Danke an die wunderbaren Besitzerinnen des angrenzenden Hofs.🧡🧡

Von Herzen Danke an den wundervollen Jagdpächter, der uns entgegen einiger seiner Kollegen zur Seite stand und uns erlaubte, den Zwinger aufzubauen.🧡🧡

Von Herzen Danke an die beiden Grundstücksbesitzer der Grundstücke auf dem der Zwinger stand.🧡🧡

Von Herzen TAUSEND Dank an Herrn Dufner aus Metzingen für die Freigabe die Lebendfalle am Stadion stellen zu dürfen.🧡🧡

Tausend Dank an die Polizeidirektionen aus Nürtingen und Metzingen für die wunderbare Kooperation. 🧡🧡

Wir wünschen Fridolin und seiner Besitzerin von Herzen alles Liebe.🧡🧡

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