***Sicherungsbericht Phantom vom 15.1.2025 aus 72829 Kohlstetten***

Anfang Januar wurden unserer Kollegin Lisa mehrfach Sichtungen eines ängtstlichen Hundes im Bereich Kohlstetten mitgeteilt. Sie fuhr nach Kohlstetten und hörte sich um, ob jemand den Hund kennen würde.

Es fand sich niemand, der dazu was sagen konnte.

Es gab niemanden, der diesen Hunde kannte.

Der Hund kreuzte immer und immer wieder die Strasse und verursachte fast ein paar Unfälle.

Wir richteten bei eisigen Temperaturen mehrere Futterstellen an den Sichtungspunkten ein.

Als wir gerade auf dem Weg zurück waren, sah Lisa in der Dunkelheit etwas Schwarzes von Links nach Rechts huschen.

Es war das Phantom – in einem Affenzahn- verschwunden in der Dunkelheit.

Die Nacht brach an und eine der Kameras schlug Alarm.

Das Phantom hatte den Weg zu einer unserer Futterstellen gefunden.

Am nächsten Tag luden wir die Falle auf und machten uns auf den Weg.

Die Temperatur fiel immer weiter.

Wir gaben alles, dass das Essen in der Falle nicht gefrierte.

Das war aber leider unser kleinstes Problem. Durch die Feuchtigkeit und die Temperaturen unter 0 frier uns der Magnet der Falle am Gitter fest.

Sie würde als nicht auslösen und schließen können.

Über Stunden tüffelten wir uns es gelang uns dann schließlich durch eine Mechanik, dass der Falle auslösen und schließen würde.

Fehlte also nur noch das Phantom.

Die Nacht brach an und es blieb still.

War dem Phantom etwas passiert ? Oder war der Hund vielleicht doch wieder daheim?

Fragen über Fragen…

Lisa bestückte die Falle über mehrere Tage immer und immer wieder frisch.

Plötzlich schlugen die Kameras an der Falle Alarm.

Das Phantom war zurückgekehrt und dann ging alles ganz schnell.

Klappe zu-Hund gesichert.

Endlich !!!!

Nun tat sich das nächste Problem auf.

Wir hatten ausgerechnet die Nacht erwischt, in der Eisregen und Glätte gemeldet wurde und genau das traf ein.

Wir machten uns also unter schwersten Bedingungen auf den Weg nach Kohlstetten.

Vor Ort angekommen erwartete uns ein kleines Häufchen Elend in der Falle.

Schnell bauten wir alles ab und luden die Falle auf.

Wir kontaktierten das Tierheim in Reutlingen, mit ihnen hatten wir zuvor schon alles besprochen und auch sie standen Tag und Nacht bereit um den Hund dann bei sich im Tierheim aufzunehmen

Und dann verschlägt es uns nach 8 Jahren in der Hundesicherung das erste Mal so richtig die Sprache.

Wir haben selbst ein paar Tage gebraucht, um zu realisieren, wie tief Menschen eigentlich sinken können um euch heute an unserer Fassungslosigkeit teilhaben zu lassen.

Ihr erinnert euch an unser Phantom aus Bernloch?

Bei dem wir zig Tage bei Wind und Wetter draußen waren

Bei dem wir Futterstellen über Futterstellen eingerichtet haben

Bei dem wir Kilometerlange Wurstwasserschleppen über vereiste Waldwege gezogen haben.

Bei dem wir manchmal unseren Körper aufgrund der Kälte nicht mehr spürten.

Bei dem wir uns , wie bei jedem Hund , die Nächte um die Ohren geschlagen haben,

Bei dem wir geflyert haben.

Bei dem wir , als sie gesichert war , alle unser Leben nachts aufs Spiel setzten , da sie genau in der Nacht in die Falle ging, in der es Blitzeis gab

Diese Maus heisst Anouk und hat einen Besitzer

.

Unser Teammitglied Lisa hat diesen Menschen sogar getroffen und gefragt, ob er seinen Hund vermisst.

Dies hatte er verneint……

Wir sicherten sie, brachten sie nachts ins Tierheim wo auch eine Mitarbeiterin mitten in der Nacht kam und gegen Mittag bekamen wir die Nachricht, dass der Besitzer seine Hündin abgeholt hat.

Ruuuuummmmmms….das hat gesessen!

Ihr lest richtig ….und so, wie es euch gerade geht, ging es uns auch und geht es uns noch.

Ob der Besitzer selbst oder jemand Bekanntes von ihm unsere Sicherung verfolgte….Wir wissen es nicht.

Ihr fragt euch sicher , ob der Besitzer sich bei uns bedankt hat ?

🅽🅴🅸🅽

❗️

Ihr fragt euch sicher, ob er ans Telefon geht oder uns zurückruft?

🅽🅴🅸🅽

❗️

Ihr fragt euch sicher, ob wir bei ihm daheim waren ?

𝗝𝗮, 𝘃𝗼𝗿 𝘃𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝗹𝗼𝘀𝘀𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗧ü𝗿

❗️

Ihr fragt euch sicher, wer den Sprit und das ganze Futter für Falle und CO bezahlt hat!

𝗪𝗶𝗿- 𝗮𝘂𝘀 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗮𝘀𝗰𝗵𝗲

❗️

Tatsächlich ist das für uns komplett nebensächlich denn wir wollten das Leben der Hündin retten und das der Autofahrer, die uns immer wieder von Vollbremsungen berichteten.

Ein Danke oder ein Anruf während der Sicherung- das wäre das Mindeste gewesen.

𝗚𝗮𝗯 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁

❗️

Wir sind fassungslos und unfassbar wütend.

Wir haben tatsächlich schon viel erlebt, aber das haut uns echt aus den Schuhen.

Wie kann man nur so sein. Wie kann man dabei zusehen, dass fremde Menschen alles da draußen geben um deinen Hund zu sichern und du schaust ohne mit der Wimper zu zucken einfach nur zu.

Wir fragen uns tatsächlich , warum du sie aus dem Tierheim geholt hast ,so war es dir all die Tage egal , ob sie da draußen überlebt oder nicht.

Wir finden keine Worte dafür.

Wir hoffen , dass die Maus das Leben bekommt, welches sie verdient.

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