***Sicherungsbericht Sonja vom 22.9.2024 aus 78224 Singen, gesichert in 79279 Oberwinden im Elztal***

Sonja entlief der Pflegestelle am 26.8.2024 aus einem nicht wirklich gut gesicherten Garten.

Am 27.8.2024 klingelte dann bei uns das Telefon.

Am anderen Ende der Leitung war eine Freundin der Pflegestelle und erklärte uns was passiert war.

Es gab sowohl am 26.8.2024 als auch am 27.8.2024 Sichtungen von Sonja, sie kehrte jedoch nicht zum Entlaufort zurück.

Wir boten unsere Hilfe an und boten auch an, noch am Abend des 27.8.2024 nach Singen zu fahren, um dort überwachte Futterstellen einzurichten, denn das Gebiet, in dem sich Sonja aufhielt, war alles andere als ungefährlich.

Leider, und das müssen wir hier so öffentlich sagen, wollte man unsere Hilfe nicht wirklich da man der Meinung war, es selbst probieren zu wollen.

Diese Pille mussten wir erstmal schlucken.

Dennoch standen wir den Damen in den darauffolgenden Tagen mit Rat und Tat zur Seite und konnten nur zusehen und zuhören, dass Sonja leider keine Futterstelle annahm und zunehmend ins Laufen kam.

Wir suchten immer wieder das Gespräch und wiesen auf die Dringlichkeit eines Einsatzes von Profis hin.

Wir hatten einfach keine Chance.

Mittlerweile war wohl der Besitzer von Sonja eingetroffen. Er war der Meinung, dass er Sonja so sichern könnte.

Wir wussten, dass das so nicht funktionieren würde und sollten leider Recht behalten.

Nach ein paar Tagen zogen wir uns zurück. Wir konnten es nicht ertragen, dass man alles auf eigene Faust probierte und die Sichtungen aus mittlerweile gefährlichen Ecken eintrudelten.

Als wir dann am 7.9.2024 in Sigmaringen bei einem anderen Fall, der Hund war mittlerweile gesichert, unser gesamtes Equipment abholen wollten, ereilte uns eine Sichtungsmeldung aus dem 18 Kilometer entfernten Meßkirch.

Es gab eine Meldung, dass ein Hund auf den Gleisen steht und wir trauten unseren Augen kaum, es war Sonja.

Ohne zu zögern, entschieden wir, dass wir samt Hänger und Falle nach Meßkirch fahren, zumindest um wenigstens vor Ort Futterstellen einrichten zu können.

Wir nahmen erneut Kontakt zu der Freundin der Pflegestelle auf. Man teilte uns mit, dass eine weitere Freundin im Bunde mit dem Besitzer auf dem Weg nach Meßkirch war, um Sonja wieder vor Ort zu suchen und einfangen zu wollen.

Mit Engelszungen redeten wir auf die Freundin ein und versuchten immer und immer wieder zu erklären, dass man doch endlich verstehen müsse, dass diese ganzen Aktionen nichts bringen und auch dazu führten, dass Sonja mittlerweile knapp 50 Kilometer vom Entlaufort entfernt war.

Man wolle unsere Hilfe nicht, Sonja würde sich nicht mit so einem „Käfig“fangen lassen.

In diesem Moment zerriss es uns das Herz. Die Tränen liefen bei uns und wir drehten um.

Wir mussten just in diesem Moment akzeptieren, dass man unsere Hilfe einfach nicht wollte.

Wir hofften und beteten, dass Sonja diese Entscheidung nicht mit ihrem Leben bezahlen musste.

Plötzlich klingelte am Abend des 7.9.2024 dann bei uns das Telefon.

Am anderen Ende der Leitung war die Freundin der Pflegestelle.

Sie sagte uns, dass der Besitzer es nun aufgeben würde nach Sonja zu suchen und abreisen würde.

Auch könnten sie selbst das auch nicht mehr stämmen.

Uns blieb alles im Hals stecken.

Wir waren sauer, wütend, traurig, wir erlebten so ziemlich alle Gefühlslagen.

Nach all den Tagen merkte man dann plötzlich, dass man die Katastrophe perfekt gemacht hatte, und nun sollten es andere richten.

Uns stellte sich als Team an dem Abend nicht die Frage, ob wir versuchen Sonja zu sichern, nein.

Wir fassten den Entschluss, sie von der Straße zu holen, und zwar egal wie.

Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, aber wir wussten, dass wir genügend Manpower, genügend Erfahrung, genügend Equipment und genügend Herz und Ehrgeiz hatten, um Sonja das Leben zu retten.

Die 2 Freundinnen der Pflegestelle signalisierten uns, uns ebenfalls so gut es ging vor Ort zu unterstützen. Wir nahmen diese Hilfe an, erwähnten aber ausdrücklich, dass die Sicherung jetzt nach unseren Regeln laufen würde, und zwar ohne Wenn und Aber!

Noch am selben Abend legten wir los und starteten einen Aufruf via Facebook und schrieben sämtliche Behörden an.

Wir erstellten eine Sichtungskarte und schmiedeten Flyerpläne.

Am nächsten Tag trudelten dann weitere Sichtungen von Sonja ein. Es kristallisierte sich raus, dass sie wieder auf dem Rückweg nach Singen war.

Uns gelang es schnell den Laufweg von Sonja zu eruieren.

Wir wussten unter welchem Brücken sie durchlief und das sie, abgesehen von ihrem Abstecher nach Meßkirch, sie sich in Singen, Steißlingen, Beuren, Friedingen, Volkertshausen, Eigeltingen und Orsingen-Nenzingen aufhielt.

Sie hatte immer mal wieder ein paar Ausreißer nach links und rechts, lief aber überwiegend immer dieselbe Runde.

Wir fuhren also am 8.9.2024 gemeinsam mit Jennifer (einer ehemaligen Kollegin von uns) bepackt mit Kameras, zig Kilo Futter und 60 Litern Leberwurstwasser in Richtung Singen und richteten an allen relevanten Sichtungspunkten, quasi in den oben genannten Ortschaften rund 10 überwachte Futterstellen ein.

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie viel Arbeit es war, alle zuständigen Jäger zu erreichen, um uns sämtliche Genehmigungen zu holen. An dieser Stelle möchten wir schonmal ein fettes DANKE an alle Jäger senden.

Nach mehreren Stunden waren wir fertig und fuhren heim.

Wir hofften indes auf weitere Sichtungen genau aus der Gegend in denen sich die Futterstellen befanden.

Dann klingelte plötzlich das Telefon und es wurde eine Sichtung zwischen Wiechs und Eigeltingen gemeldet.

Mist! Denn bis dato gab es da nur eine einzige Sichtung aus dieser Ecke.

Wir riefen sofort bei Svea an, ihren Hund Luis hatten wir zuvor das Leben gerettet, und baten sie um Hilfe.

Svea setzte sich ins Auto und fuhr sofort in diese Richtung.

Es trudelte noch eine weitere Sichtung ein und Svea bestückte diese Sichtungspunkte mit Futter.

Wir würden am nächsten Tag direkt hinfahren, um dort die Kameras zu hängen.

Wir fuhren ein weiteres Mal in Richtung Singen und hingen zusätzlich Kameras auf.

Am 10.9.2024 erhielten wir dann einen Anruf mit Bild aus Beuren. Dort lag sie auf einer Bank vor einem Haus und ruhte sich aus.

Wir baten die Hausbesitzer darum, Futter rauszustellen und erfuhren dann, dass Sonja bereits vor ein paar Tagen schonmal bei ihnen im Garten war.

Das war in der Zeit, in der wir noch nicht involviert waren.

Wir öffneten die Sichtungskarte und verstanden sofort, warum Sonja sich dort aufhielt. Sie war dort quasi direkt an der Verbindungsstraße zwischen Beuren und Steißlingen.

Am 12.9.2024 fuhren wir wieder nach Steißlingen. Auf dem Weg dorthin erreichte uns eine aktuelle Sichtung von Sonja, wieder zwischen Beuren und Steißlingen.

Die Sichterinnen versuchten sich bis zu unserem Eintreffen strategisch aufzuteilen, um Sonja nicht aus den Augen zu verlieren.

Leider machte uns Sonja einen Strich durch die Rechnung und sie verschwand im Wald.

Schnell öffneten wir die Karte und versuchten anhand der Karte so gut es ging weitere Futterstellen einzurichten, um Sonja ggf. abzufangen.

Wir stellten dann noch 2 weitere Cams im Garten bei Melanie und ihrer Familie in Beuren auf, eben da, wo Sonja auf der Bank lag.

Wir waren voller Hoffnung, dass es endlich funktionieren würde.

Auf dem Heimweg erreichte uns dann eine weitere Sichtung von Sonja.

Man habe sie einen Feldweg in Richtung Wald laufen sehen uns zwar dort, wo sie am Nachmittag von den Sichterinnen gesehen wurde.

Jetzt sollte es funktionieren, denn genau dort hatten Jennifer und wir zuvor eine Futterstelle eingerichtet.

Es passierte nichts, Sonja lief an unserer Futterstelle einfach vorbei.

Unsere Kinnladen fielen alle runter und wir verstanden jetzt gar nichts mehr.

Das konnte alles nicht mehr wahr sein.

Wir hofften, dass Sonja im Dunkeln zurückkehren würde und in aller Ruhe zur Futterstelle laufen würde.

Am 13.9.2924 klingelte erneut das Telefon und man meldete uns eine weitere Sichtung von der Insel Mettnau.

Von wo? Was machte denn dieser Hund nur.

Gegen Abend meldete sich ein weiterer Sichter von der Mettnau.

Jens sagte uns, dass Sonja in unmittelbarer Nähe unter einem Balkon liegen würde.

Wir erklärtem ihm, dass man sie so leider nicht sichern könne, und baten ihn darum einfach Futter rauszustellen.

Das machte er dann.

Kurz drauf klingelte wieder das Telefon.

Nadja, eine Sichterin ebenfalls wohnhaft auf der Mettnau, sagte uns, dass Sonja im Garten liegen würde. Auch sie baten wir darum, Futter rauszustellen und sich zu entfernen.

Nadja zögerte ebenfalls keine Sekunde und stellte Futter raus.

Anschließend riefen wir Svea an und baten sie, nach Beuren zu fahren, dort eine Reolinkkamera abzubauen und auf die Insel Mettnau zu fahren um diese dort aufzubauen.

Die Chance, Sonja dort anfüttern zu können war wirklich sehr hoch.

Sonja wurde mittlerweile von den Sichtern humpelnd beschrieben.

Als Svea vor Ort ankam, lag Sonja noch immer unter dem Balkon. Wir entschieden uns dazu, einen Versuch per Handsicherung zu wagen.

Wir wussten, dass Svea dafür genau die Richtige war, denn sie strahlt einfach so eine Ruhe aus.

Wir besprachen alle Eventualitäten mit Svea am Telefon und legten auf, dass sie die Hände frei hatte.

Nach ein paar Minuten klingelte das Telefon erneut.

Svea hatte den Versuch abgebrochen. Sonja kam nicht nah genug an Svea ran.

Indes fraß Sonja beide zuvor rausgestellten Näpfe von Jens und Nadja leer.

Die beiden wohnen nebeneinander wie sich dann herausstellte.

Svea platzierte die Reolink und stellte einen weiteren Napf hin und dann zogen sich alle zurück.

Das war unsere Chance der gefährlichen Reise Sonjas endlich ein Ende zu setzen.

Für den nächsten Tag planten wir trotzdem vor Ort Flyer aufzuhängen.

Wir wussten ja dass Sonja keine sichere Bank war und es ruck zuck passieren konnte, dass sie wieder von dannen zog.

Wir wollten vor Ort und umliegend einfach vorbereitet sein.

So machten sich am Tag drauf 2 Teammitglieder und Jennifer auf den Weg zur Insel Mettnau um dort alles abzuflyern.

Am helllichten Tage stellten sie dann erstmal fest, wo sich Sonja bewegte und aufhielt. Sie war inmitten der „Strandpromenade“ unterwegs .

Während sie vor Ort waren, trudelten um die Futterstelle herum immer wieder Sichtungen ein.

Wir entschieden, sollte Sonja ein weiteres Mal zur Futterstelle kommen, dort den Fangzwinger dann aufzustellen.

Wir packten alles für den 15.9.2024 ein und wollten uns am frühen Morgen auf der von uns 130 Kilometer entfernten Insel Mettnau treffen, um den Zwinger aufzubauen.

Sonja tauchte am Abend des 14.9.2024 an der Futterstelle auf und tat dies auch am 15.9.2024.

Ihr auftauchen am frühen Morgen war jedoch sehr komisch. Sie rannte in einem Affenzahn an der Futterstelle vorbei und kehrte vorerst nicht zurück.

Wir bekamen dann weitere Meldungen von ihr aus Richtung Ortseingang, machten uns aber zunächst keine Gedanken.

Wir hielten an unserem Plan fest.

Während wir den Zwinger aufbauten, war es sehr windig und auf der anderen Seite knallten wie aus dem Nichts mehrere Kastanien auf die Straße.

Uns beschlich ein mulmiges Gefühl.

Das Geräusch ähnelte dem Geräusch mehrerer Schüsse, natürlich nicht in der Lautstärke, aber sehr ähnlich.

Warum uns ein komisches Gefühl beschlich?

Sonja ist eine traumatisierte Hündin aus dem Ukrainekrieg und es schoss uns in den Kopf, dass sie dort nicht mehr auftauchen würde.

Dass sich unser Gefühl bestätigen würde, ahnten wir noch nicht.

Als wir fertig waren, fuhren wir heim.

Unterwegs auf der Heimfahrt klingelte das Telefon immer wieder.

Die Sichtungen, die dann eintrudelten, bereiteten uns große Bauchschmerzen.

Sonja entfernte sich immer weiter von der Insel Mettnau in Richtung Iznang und Gundholzen, quasi unterhalb der Insel Mettnau.

Es wurde dunkel, die Nacht brach an und die Kameras am Zwinger blieben komplett still.

Am 16.9.2024 trudelten weitere Sichtungen ein die uns gar nicht fröhlich stimmten.

Sonja überquerte hinter Öhingen den Grenzübergang und verschwand in der Schweiz.

Sie tauchte dann in Ramsen auf.

Von dort konnte sie in alle Richtungen laufen.

Zurück zur Insel Mettnau oder wieder zurück in Richtung Entlaufort.

Die nächste Sichtung würde für uns entscheidend sein.

Sonja tauchte dann am 17.9.2024 bei Gottmadingen auf und verschwand wieder in der Schweiz.

Sie überquerte den Grenzübergang in Schaffhausen.

Diesen hatte sie am 11.9.2024 auch schon überquert und drehte dann wieder ab und tauchte dann wieder in Deutschland auf.

Wir hofften, dass es dieses Mal auch wieder so sein würde.

Die letzte Sichtung bekamen wir aus Hofen von der Polizei am 17.9.2024 in Richtung Deutschland.

Dass Sonja da aber vorerst nicht mehr auftauchen würde, ahnten wir da noch nicht.

Das gesamte Team hirnte über der Karte.

So kam es, wie es kommen musste. Das Telefon stand am 18.9.2024 komplett still, auch am 19.9.2024 stand es komplett still.

Uns war klar, dass es nur 2 Möglichkeiten gab.

Sonja lief durch die Schweiz oder ihr war etwas zugestoßen.

Wir informierten die Kollegen in der Schweiz und nahmen indes unsere Kollegen von Tiersuche Spürnasen Neckar Fils mit ins Boot.

Sie hatten uns angeboten uns bei der geplanten Flyeraktion zu unterstützen und schrieben im Hintergrund gemeinsam mit anderen Teammitgliedern von uns sämtliche Firmen und Polizeistationen im gesamten Sichtungsgebiet von Sonja an.

So starteten wir am 19.9.2024 den Aufruf auf unserer Seite, mit der Bitte, uns bei der Beschaffung der Flyer und dafür benötigten Materialien zu unterstützen.

Es meldeten sich soooo viele Menschen bei uns, wenn wir heute noch darüber nachdenken, sind wir immer noch sehr gerührt.

Einige bestellten uns über Amazon Folien, Klebeband, Tacker, Tackernadeln und Papier.

Andere druckten bei sich daheim aus und dann kam Daniel aus Niedereschach ins Spiel.

Er spendete uns 5000 Flyer und zig Rollen Klebeband, der absolute Wahnsinn. Sandra würde diese mit ihrem Sohn am nächsten Tag abholen.

In Summe hatten wir knapp 8000 Flyer für unsere geplante Flyeraktion zusammen.

Am 20.9.2024 machte sich dann Sandra auf den Weg nach Gottmadingen und flyerte dort mit ihrem Sohn die gesamte Umgebung ab.

Parallel gingen sie noch einem Hinweis nach.

Man habe Sonja einen Tag zuvor bei Gottmadingen bei den Schrebergärten gesehen.

Leider konnten sie vor Ort nichts Genaues in Erfahrung bringen.

War Sonja doch wieder zurück in Deutschland?

Wir konnten nur auf eine nächste Sichtung waren.

Das Telefon stand still.

Uns gingen so viele Gedanken durch den Kopf.

Hatten wir sie wirklich so kurz vor dem Ziel verloren?

Wir alle gingen mittlerweile auf dem Zahnfleisch und entschieden, den Zwinger am 22.9.2024 am frühen Morgen ( 5 Uhr) auf der Mettnau abzubauen.

Wir sahen zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn daran, ihn noch stehen zu lassen.

Parallel starteten wir dann einen Flyeraufruf für den 22.9.2024.

Am 21.9.2024 bekamen wir via Whatsapp ein Bild aus Simonswald geschickt mit der Frage, ob es Sonja sein könnte.

Wir zoomten das Bild ran und kippten vom Stuhl.

Es war tatsächlich Sonja.

Sie hatte in den letzten Tagen knapp 90 Kilometer zurückgelegt.

Wo wollte sie nur hin?

Wir kontaktierten Marion aus Teningen mit der Bitte, uns vor Ort zu unterstützen. Marion ist ebenfalls seit vielen Jahren in der Hundesicherung aktiv.

Marion kontaktierte ihre Bekannte Heike die in der Nähe von Simonswald wohnt und bat sie, am Sichtungspunkt eine Futterstelle einzurichten.

Am Abend meldete sich Patrick aus Oberwinden bei uns und meldete uns eine weitere Sichtung von Sonja.

Sie würde dort durch die Straßen laufen.

Wir baten Patrick darum, Futter rauszustellen und sich am nächsten Morgen bei uns zu melden.

Auch wurde uns noch eine nachträgliche Sichtung aus Röthenbach gemeldet, es passte also einfach alles zusammen.

Am 22.9.2024 machten wir uns also wie geplant um 5 Uhr morgens auf den Weg nach zur Mettnau um den Zwinger abzubauen und uns innerhalb des Teams in Balingen zu treffen, den Hänger untereinander zu tauschen und Jennifer noch Flyer zu geben.

Sie wollte mit einem Teammitglied von uns in Richtung Freiburg fahren, um dort Flyer zu hängen.

Auf dem Weg nach Balingen meldete sich dann Patrick aus Oberwinden.

Er erzählte uns, dass es ganz sicher Sonja sei und dass sie noch immer vor Ort sei und er sie dabei beobachtete, wie sie das gesamte Futter fraß.

In dem Moment waren wir hellwach.

Wir mussten uns dennoch kurz sammeln, denn wir befanden und einfach in einem schlechten Film.

Schnell war klar, dass wir handeln müssen und entschieden uns samt Hänger in das 2 Stunden entfernte Oberwinden Elzach zu fahren.

Jennifer begleitete uns ebenfalls nach Oberwinden.

Wir mussten diese Chance nutzen.

Wir mussten Sonja stoppen

Während der Fahrt kontaktierten wir Chris, einen weiteren Helfer von uns der bei Calmbach wohnt.

Ohne zu zögern, sagte er uns seine Hilfe zu und machte sich ebenfalls auf den Weg nach Oberwinden.

Auch Marion machte sich auf den Weg, um uns vor Ort zu unterstützen.

Während der Fahrt meldete sich eine weitere Sichterin die Sonja dabei beobachtete, wie sie unter einem Balkon Schutz suchte.

Auch sie baten wir darum, alle Anwohner zu sensibilisieren und Sonja nicht versuchen einzufangen.

Die Anwohner hielten alle zusammen und hielten die Stellung. Das war ganz großes Kino.

Die Fahrt dorthin dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit.

Die Angst, dass Sonja doch noch weiterlaufen würde, war einfach sehr groß.

Vor Ort angekommen lag Sonja noch immer am selben Platz.

Gott sei Dank war die Hausbesitzerin auch daheim.

Wir erklärten ihr, warum wir da sind, was wir tun wollen und dass wir ihre Hilfe und Einverständnis brauchen, um den Zwinger im Garten hinter ihrem Haus aufzubauen.

Ohne zu zögern, erlaubte sie uns alles .

Wir fuhren also in die Seitenstraße und hoben alle Zwingerelemente über den Zaun.

Patrick und seine Freundin Pia packten ebenfalls mit an.

Wortlos lief alles Hand in Hand.

Nach ca. 15 Minuten stand der Zwinger.

Schnell noch die Cams eingerichtet und eine Spur von vorn nach hinten gezogen.

Plötzlich schlug schon die Cam vorn bei Sonja Alarm. Sie war schon auf dem Weg zum Zwinger.

Wir sind alle ganz schnell nach und nach über den Zaun gesprungen und sind auf die andere Straßenseite gelaufen, um uns vorn an der Straße zu treffen.

Auf dem Weg dorthin schlug die Zwingertür schon zu und Sonja war endlich gesichert.

Wir konnten es selbst kaum glauben. Wir jubelten und lagen uns in den Armen.

Wir hatten es tatsächlich geschafft Sonja zu stoppen.

Das Unmögliche möglich zu machen. Auf die Entfernung, der absolute Wahnsinn.

In dem Moment fiel der ganze Ballast von uns ab. Die Tränen flossen einfach nur so die Wangen runter.

Wir waren mit unseren Kräften einfach nur am Ende.

Wir sicherten Sonja mit einem Panikgeschirr und 2 Leinen und setzten sie bei Marion in die Box und trugen diese zum Auto.

Wir bauten den Zwinger wieder ab und warteten noch auf die neue Pflegestelle von Sonja.

Nachdem Sonja sicher in ihrem Auto verladen war, fuhren wir völlig erschöpft nach Hause.

Sonja hat ihren Ausflug weitestgehend unbeschadet überstanden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei soooooooo vielen Menschen bedanken.

Von Herzen Danke an dich liebe Jennifer. Du standest uns immer zu Seite. Du hast mit uns, ohne zu zögern die Futterstellen eingerichtet, sie aufgefüllt und mit uns den Zwinger auf und abgebaut und die weiten Strecken auf dich genommen.

Von Herzen Danke an alle Jäger im gesamten Gebiet von der Insel Mettnau über die Schweiz bis nach Singen, Steißlingen, Orsingen-Nenzingen und und und. Wir durften, ohne zu zögern, im gesamten Gebiet unsere Futterstellen einrichten.

Von Herzen Danke an alle Polizeidirektionen in Deutschland und in der Schweiz.

Von Herzen Danke an dich und deine Familie liebe Melanie. Bei euch durften wir daheim Futterstellen einrichten, die ihr dann immer wieder aufgefrischt habt.

Von Herzen Danke an dich liebe Svea. Trotz deiner Erkältung und Verletzung hast du uns vor Ort unterstützt.

Von Herzen Danke an alle Flyerhelfer von Singen bis nach Stockach. Von Gottmadingen bis nach Thayngen. Von der Mettnau bis nach Ramsen. Ihr wart einsame Spitze!

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Von Herzen Danke an dich liebe Nadja. Du hast den Futtertausch im Zwinger vor Ort auf der Mettnau übernommen und bist auch mitten in der Nacht nach draußen, um das Futter wieder aufzufüllen, wenn dann die Nachbarskatze da war oder sich fremde Hunde in den Zwinger verirrten.

Von Herzen danke an alle Menschen da draußen, die uns bei der Beschaffung sämtlicher zum Flyern benötigten Materialien sofort unterstützt haben.

Von Herzen TAUEND DANK an dich lieber Daniel für deine Unterstützung Uns fehlen immer noch die Worte.

Von Herzen Danke an unsere wunderbaren Kollegen von Tiersuche Spürnasen Spezialeinheit Neckar-Fils für eure Unterstützung beim Flyern, beim Schreiben der Mails, beim Zuhören und Ausheulen und Auskotzen.

Von Herzen Danke an dich liebe Marion, lieber Chris und Heike für die Unterstützung.

Von Herzen Danke an dich lieber Patrick und dich liebe Pia für eure Hilfe vor Ort.

Von Herzen Danke an alle Anwohner in Oberwinden für das Zurückhalten und aufpassen auf Sonja.

Von Herzen Danke an alle Sichter die uns die Sichtungen mitgeteilt und nicht vorenthalten haben, auch das kam leider vor.

Wir hoffen, dass wir niemanden vergessen haben.

WIR SAGEN VON HERZEN DANKE AN ALLE MENSCHEN DIE UNS BEI DER SICHERUNG VON SONJA UNTERSTÜTZT HABEN.

Wir sind zigtausende Kilometer gefahren, haben zig Tonnen Futter verbraucht., zig Liter Wurstwasser gekocht und verteilt. Flyer aufgehängt und über 6000 Bilder von den Kameras verschossen und und und und und und .

Wir hatten nur eine Mission, da weitermachen, wo andere aufgegeben haben oder erst gar nicht helfen wollten.

Denn Aufgeben ist für uns keine Option, NIEMALS!!

Wir wünschen Sonja ein wunderbares Zuhause. Sonja ist eine so bezaubernde und sensible Hündin. Wir hoffen das Beste.

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